Programma Colloqui Dobbiaco 2016

Colloqui Dobbiaco 2016
30 settembre – 2 ottobre 2016

Dal Dovere al Volere
Verso un’etica dell’età solare

Perché ci si impegna per combattere il cambiamento climatico, per proteggere il rospo verde, per i rifugiati e contro la pena di morte, si protesta contro la TAV, si fanno donazioni ad Amnesty International e Medici Senza Frontiere, si installa un impianto fotovoltaico sul tetto e si fa la raccolta differenziata in casa? Quali sono i fondamenti etici dell’empatia, da dove nasce la motivazione di lottare per la libertà e i diritti umani?

I Colloqui di Dobbiaco 2016 saranno dedicati alla interazione tra Volere e Dovere sulla strada verso l’era solare. Si inseriscono nel richiamo per un’etica secolare (Dalai Lama) e l’ecologia integrale (Papa Francesco) di fronte a un mondo caotico. Cercheranno i fondamenti morali dell’impegno per cause ambientali e sociali, per la ricerca della sostenibilità di imprese e istituzioni, per una vita nel segno della sufficienza dei cittadini. Dove trascende l’etica dell’epoca solare quella classica, quali limiti impone al poter fare e perché volere il dovere?

Colloqui di Dobbiaco
Nella località di Dobbiaco, punto di incontro tra due culture, dal 1985 al 2007 i “Colloqui di Dobbiaco” – ideati e organizzati da Hans Glauber – affrontarono ogni anno le tematiche ambientali di maggior rilievo proponendo di pari passo delle soluzioni concrete. Col passare degli anni i Colloqui di Dobbiaco si sono rivelati un prestigioso laboratorio d’idee per una svolta ecologica nell’arco alpino e non solo. Dopo la scomparsa di Hans Glauber, il ruolo di “curatore” dei Colloqui di Dobbiaco è stato assunto da Wolfgang Sachs, dapprima con l’edizione 2008 e a partire dal 2010 con Karl-Ludwig Schibel. Dopo temi come il denaro, il benessere, il suolo, intraprendere la grande trasformazione, l’imparare per l’era solare, e il turismo dolce, l’edizione del 2016 rifletterà sulle base morali dell’impegno sociale ed ecologico.

Dal dovere al volere
Verso un’etica dell’età solare

Ideatori: Wolfgang Sachs e Karl-Ludwig Schibel
Moderazione: Karl-Ludwig Schibel

14:00 Escursione

20:00 Programma serale

Sabato, 1 ottobre

09:00 Iscrizione

09:30 Saluti e Introduzione ai Colloqui
Karl-Ludwig Schibel

10:00 Pianeta in tilt e la cura della casa comune
Luigina Mortari

11:00 Pausa

11:30 Giustizia di portata globale. Che ha da dire il cristianesimo?
Elke Mack

12:30 Pranzo

15:00 La pratica (e teoria) della presenza mentale
Georg Pernter

16:30 Pausa

17:00 Laudato Si’ – Una Magna Carta dell’ecologia sociale
Cristoph Bals

19:00 Conclusione con la consueta cena di canederli

Domenica, 2 ottobre

09:00 La voce interiore. Spiritualità, libertà e bene comune sono connessi
Christian Felber

10:00 Fish Bowl: Quale voce interiore sento e che cosa ne faccio?
Dorothee Häußermann, Helmuth Moroder

11:15 Pausa

11:45 Basta commuoversi, bisogna muoversi
Luigi Ciotti

12:45 Riflessioni conclusive di Wolfgang Sachs e Karl-Ludwig Schibel

13:00 Piccolo rinfresco nella stazione ferroviaria di Dobbiaco con prodotti tipici del luogo

 

Colloqui di Dobbiaco 2016 “Dal Dovere al Volere – Verso l’etica dell’era solare”

La 27° edizione dei Colloqui di Dobbiaco si svolgerà da venerdì 30 settembre a domenica 2 ottobre 2016. Suggeriamo di segnarvi in agenda l’appuntamento. Con il tema “Dal Dovere al Volere – Verso l’etica dell’era solare” Wolfgang Sachs e Karl-Ludwig Schibel tornano ad affrontare un tema di grande attualità, infatti dopo la pubblicazione dell’enciclica di Papa Francesco e la COP21 a Parigi è pressoché un obbligo riflettere sulle motivazioni di tutti noi come attori. Porteranno i loro contributi Luigina Mortari, autrice di “Filosofia della cura”, la teologa dell’etica cristiana Elke Mack, il fondatore del Gruppo Abele e di Libera, Don Luigi Ciotti e l’autore dell’economia del bene comune, Christian Felber. A breve il programma completo. Sul nostro sito www.colloqui-dobbiaco.it troverete un riepilogo delle edizioni precedenti di questo prestigioso e storico laboratorio d’idee per una svolta ecologica.

Die Toblacher Gespräche 2016 „Vom Sollen zum Wollen – Zur Ethik des solaren Zeitalters“

Die 27. Auflage der Toblacher Gespräche werden vom Freitag 30. September bis Sonntag 2. Oktober 2016 stattfinden. Vermerken Sie diesen Termin in Ihrem Kalender. Mit dem Titel „Vom Sollen zum Wollen – Zur Ethik des solaren Zeitalters“ greifen Wolfgang Sachs und Karl-Ludwig Schibel ein Thema auf, das nach der Enzyklika von Papst Franziskus und der UN-Klimakonferenz in Paris zu einer Reflexion über unser Verhalten und unsere Beweggründe geradezu herausfordert. Wir werden dazu Beiträge hören unter anderen von Luigina Mortari Autorin von „Philosophie der Fürsorge“, der Moraltheologin Elke Mack, dem Begründer der „Gruppo Abele“ und der Anti-Mafia-Vereinigung „Libera“ Don Luigi Ciotti und dem Entwickler der Gemeinwohl-Ökonomie Christian Felber. In Kürze das vollständige Programm. Einen Rückblick über die vergangenen Ausgaben, dieser richtungsweisenden Denkwerkstatt für die ökologische Wende im alpinen Raum und darüber hinaus finden Sie auf www.toblacher-gespraeche.it.

Schule des Solarzeitalters

In der Februarausgabe von Info, der Zeitschrift für die Kindergarten- und Schulwelt Südtirols, herausgegeben vom Bereich Innovation und Beratung und dem Schulamt der Autonomen Provinz Bozen, Südtirol ein Artikel von Karl-Ludwig Schibel zu den Toblacher Gesprächen 2014, “Schule des Solarzeitalters”.

Im Zentrum der Toblacher Gespräche 2014 standen Beiträge zu “Vom Handeln zum Wissen. Lernen für das Solarzeitalter” in der Überzeugung, dass einer der zentralen Orte, die ökologische Konversion einzuüben, die Schule ist. Das gilt viel zu selten für die Schule in ihrer heutigen Form, aber es gibt ermutigende Ansätze, neue Arten und Weisen zu produzieren, zu verteilen, zu konsumieren und zu entsorgen im schulischen Alltag einzuüben, eine lebendige Beziehung zur Natur zu gewinnen und Bilder eines Lebensstils der Suffizienz, sanfter Mobilität, und Technologien im menschlichen Maß zu entwickeln. Welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, in welchen Formen das Lernen für das Solarzeitalter möglich wird und in zweiter Linie, um welche Inhalte es geht, darüber waren sich die Vortragenden mit unterschiedlichen Schwerpunkten weithin einig.

Im Zentrum der Schule müssen die Schüler stehen, genauer die Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden. Die Vorstellung, dass die einen wissen, die anderen dieses Wissen erwerben und auf Kommando zu reproduzieren in der Lage sein müssen ist kontraproduktiv und für alle Beteiligten erniedrigend. Otto Herz sprach in seinem Beitrag vom Wissensdurst und Verstehenshunger. Die Schule des Solarzeitalters weckt das Verlangen zu wissen und zu verstehen, die eigene Welt und die gemeinsame zu gestalten und mitzugestalten. Das Vertrauen auf die eigene Gestaltungskraft, die Lust am Selbermachen und an der Selbstwirksamkeit entsteht vor allem im selbstbestimmten Handeln. Fehler sind dabei Freunde, insistierte Herz, und Umwege können produktiv sein. Dabei stellen sich die Einzelnen vor allem unter Beweis in der Zusammenarbeit mit anderen.

Es geht nicht darum, Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten, ihnen instrumentelle Fähigkeiten zu vermitteln, um das Bestehende zu reproduzieren und den Anforderungen einer Wirtschaft gerecht zu werden, die nicht zuletzt deshalb in einer tiefen Krise steckt, weil sie in der Fixierung auf quantitatives Wachstum die Produktion von Gütern und Dienstleistungen als Selbstzweck sieht. „Wären wir wirklich ehrlich,“ so Stefano Laffi in seinem Beitrag zur „Verschwörung gegen die Jugend“, dann „müssten wir eingestehen, dass wir nicht die geringste Ahnung davon haben, welche Kompetenzen, Fachbereiche und Fertigkeiten in nächster Zukunft nötig sein werden, ebenso wie wir eingestehen müssten, dass die heute gefragtesten Berufe – z.B. Social Media Editor oder Android-Programmierer – genau jene sind, die noch bis gestern als reine Zeitverschwendung angesehen und von Eltern und Lehrpersonen misstrauisch beäugt wurden.“ Die digitalen Technologie sind heute selbstverständlicher Teil der schulischen Welt, aber auch hier geht es weniger um die Erlernung von Wissen und Fertigkeiten, oft sind da die Lernenden den Lehrenden weit voraus, sondern der bewusste Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien verlangt die keineswegs leicht zu erwerbende Fähigkeit zu filtern, auszuwählen, die sinn- und gehaltvollen Informationen und Nachrichten zu erkennen. Er verlangt, wie Elisabetta Tola ausführte, eine Ökologie und Ökonomie der Aufmerksamkeit, die es den Jugendlichen erlaubt, sich im Ökosystem des digitalen Netzes ebenso wie in der stofflichen Umwelt kompetent zu bewegen.

Colloqui di Dobbiaco 2015

A 35 anni dalla prima edizione i Colloqui di Dobbiaco 2015, dal 2 al 4 ottobre, riprenderanno il primo tema, il Turismo.

Il programma è in elaborazione e una prima versione uscirà a fine marzo. Possiamo però già annunciare con grande gioia che un ospite e relatore sarà Luca Mercalli.

Prima di averlo con noi potete seguire tutti i temi forti dei Colloqui sul suo nuovo programma: Scala Mercalli

I gradi della crisi ambientale e la via della sostenibilità dal 28 febbraio al 4 aprile, il sabato in prima serata.

Was nach 2 Tagen „Toblacher Gespräche“ bleibt

„Vom Handeln zum Wissen“, das war der thematische Rahmen der diesjährigen „Toblacher Gespräche“. Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen setzten sich 2 Tage lang mit der Frage auseinander, wie Bildungsarbeit zu organisieren und zu gestalten ist, damit sie nachhaltig wirksam ist. Das laute Nachdenken über das „Lernen im solaren Zeitalter“ von unterschiedlichen Disziplinen her, das ehrliche Ringen um Orientierungslinien für die Gestaltung der gegenwärtigen und zukünftigen Bildungsarbeit war für mich ein gelungenes Musterbeispiel dafür, wie unsere Gesellschaft ihre Stätten des Lernens verantwortungsbewusst mitdenken könnte.

Vom Handeln zum Wissen – ich habe dabei Kinder vor Augen, die an einem Wasserlauf spielen, Dämme bauen, Rinnsale ziehen, Überschwemmungen herbeiführen und das mit einer Hingabe und Konzentration, die die Zeit rundherum vergessen lässt. Es ist nicht übersehbar, dass die Kinder dabei Erfahrungen machen, die zu Erkenntnissen führen, die weitere – noch komplexere – Handlungen generieren. Aus Spiel wird Ernst und dieses ernsthafte Sich-Auseinandersetzen mit einer Sache gleitet irgendwann wieder über ins Spiel. Ein Kreislauf. Dieses faszinierende Grundmuster, das Andreas Weber in die Gespräche einbrachte, hat Potential, auch im Jugend- und Erwachsenenalter, weil es erlaubt, in diese unsere Welt hineinzuspüren, rational aber auch intuitiv, Fragen und Herausforderungen wahrzunehmen, daraus Aufgaben für sich und die Gemeinschaft abzuleiten, tätig zu werden, zu Wissen zu kommen, um daraus die nächsten Handlungsschritte zu entwickeln. Die intrinsische Motivation, die als innerer Motor dieses Tätigwerden antreibt, garantiert, dass solche Prozesse Selbstläufer werden.

Die „gerasterte“ Bildungsarbeit, orientiert an reinen Wissensvermittlungsplänen, wurde in den „Toblacher Gesprächen“ die Zukunftsfähigkeit abgesprochen. Da tat es gut, zu wissen, dass Kindergärten und Schulen sich heute längst auf anderen Wegen befinden. Die Herausforderung, kompetenzorientiert zu arbeiten, ist mittlerweile überall angekommen – und es lohnt sich auch, dran zu bleiben. Wichtig scheint mir, dass wir vermehrt gute Aufgaben, die aus der herausfordernden Lebensumwelt der Kinder und Jugendlichen kommen, in die schulische Arbeit aufnehmen. Lernen muss Sinn machen und ein Stück weit auch innerlich berühren. Die Toblacher Gespräche haben mir noch einmal verdeutlicht, dass hinter den Kompetenzen, die unsere schulischen Rahmenrichtlinien vorgeben, ein neues (im Grunde kein neues, sondern ein wiederentdecktes) Gespür für unseren sensiblen Planeten Erde und die neuen sozialen und wirtschaftlichen Gefüge wachsen muss und dass daran die Fäden festzumachen sind, die unser gegenwärtiges und zukünftiges Handeln und Tun bestimmen.

In den „Toblacher Gesprächen“ haben vielfältige Denkansätze Raum bekommen. Niemand hat den Versuch unternommen, all das zusammen zu schleifen auf einen gemeinsamen Nenner. Und dennoch war für mich deutlich spürbar, dass hinter den verschiedenen hergezeigten Konstruktionen etwas da war, das die Menschen, die an den „Toblacher Gesprächen“ teilgenommen haben, miteinander verbunden hat. Um es mit Claus Otto Scharmer zu sagen: Ich hatte das Gefühl, da will etwas Neues entstehen.

Josef Watschinger