Letture | Lektüre Gespräche 2020

Italiano

I nostri relatori

Mario Agostinelli, Coronavirus ed Emergenza climatica, Castelvecchi 2020.

Isabella Alloisio, Climate Change mitigation, a cura di Walter LEAL FILHO ed altri, Climate action: encyclopedia of the UN sustainable development goals, Cham: Springer, 2019.

Stefano Caserini, Il clima è (già) cambiato. Nove buone notizie sul cambiamento climatico, Edizioni Ambiente 2019.
“Il clima è (già) cambiato” fa il punto sui progressi e le battute d’arresto che si sono alternati negli ultimi tre anni nella complicatissima e maledettamente grave faccenda del riscaldamento globale. Perché se è vero che il tempo è sempre più scarso è anche vero che, come scrive Stefano Caserini, “la storia di come gli esseri umani del XXI secolo hanno cambiato il clima del pianeta è in buona parte ancora da scrivere. Le scelte che faremo nei prossimi decenni contano assai”.

Susanne Elsen, Eco-Social Transformation and Community-Based Economy, Routledge 2019.
Eco-Social Transformation and Community-Based Economy provides a transdisciplinary conception of community based socially productive approaches to eco-social transformation and sustainability. It demonstrates through a variety of case studies the creative power of local embeddedness, diversity and cooperation. (In inglese)

Susanne Elsen, Sergio Angeli, Armin Bernhard, Sara Nicli, Prospettive dell’Agricoltura Sociale con particolare riferimento agli sviluppi in Italia, Bozen/Bolzano University Press 2020.

Enrico Giovannini, L’utopia sostenibile, Editori Laterza 2018.
Per costruire un futuro migliore ci serve un’utopia. Un’utopia sostenibile. È la via maestra che Enrico Giovannini indica per il raggiungimento entro il 2030 degli obiettivi di sviluppo sostenibile. Continuare a pensare e ad agire come nel passato vuol dire far precipitare il nostro mondo in una profonda crisi ambientale, economica, sociale. È richiesto l’impegno di tutti e un profondo cambiamento del modo in cui leggiamo e affrontiamo i problemi che ci circondano.

Matthias Horx, Si può essere ottimisti?
Come la crisi del Corona può cambiare in nostro comportamento verso il futuro e il mondo.

Graeme Maxton, Jorgen Randers, Reinventare la prosperità: Come usare la crescita economica per ridurre disoccupazione, disuguaglianze e fermare i cambiamenti climatici, Edizioni Ambiente 2020.
Il sistema politico ed economico globale, nonostante 30 anni di crescita sostenuta, ha di fronte una duplice sfida. Da un lato, il rischio di un collasso sociale innescato dalle disuguaglianze e da livelli di disoccupazione crescenti, dall’altro, la catastrofe ecologica causata dai cambiamenti climatici e dalla distruzione della biodiversità. In Reinventare la prosperità Graeme Maxton e Jorgen Randers avanzano tredici proposte che sfidano le idee economiche prevalenti e dimostrano come ridurre disuguaglianze e disoccupazione, riportando lo sviluppo entro i limiti dei confini ecologici del nostro pianeta.

Intervista di Karl-Ludwig Schibel con Graeme Maxton versione pdf

Lorenzo Pagliano, qui il suo blog.

Altri autori

Amitav Gosh, La grande cecità: Il cambiamento climatico è impensabile, Neri Pozza editore 2017
Rimane un’opera importante sul fallimento immaginativo e culturale che sta al cuore della crisi climatica. Merita di essere letto e riletto.

Charles Eisenstein, Climate, A New Story, North Atlantic Books 2018
Il libro di Charles Eisenstein è forse la pubblicazione recente più importante sul tema. Inoltre si legge molto bene. Uno stile personale, a volte ironico trattando un tema molto serio: lui sposta l’attenzione da una visione riduzionista di solo guardare la mitigazione delle emissioni di CO2 e una mentalità meccanicistica quantitativa a un approccio olistico radicato in una visione gaia. (In inglese)


Deutsch

Unsere Vortragenden

Isabella Alloisio, Climate Change mitigation, a cura di Walter LEAL FILHO ed altri, Climate action: encyclopedia of the UN sustainable development goals, Cham: Springer, 2019.
In Fragen unseres Lebensstils und der Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft ist ein „Weiter so“ nicht möglich: Wir wissen längst, dass wir unter der trügerischen Vorstellung grenzenlosen Wachstums auf einem begrenzten Planeten viel zu lange über unsere Verhältnisse gelebt haben. Doch welche konkreten Möglichkeiten haben wir, unsere Zukunft aktiv zu gestalten?

Susanne Elsen, Die Kunst des Wandels: Ansätze für die ökosoziale Transformation. Oekom 2015.

Susanne Elsen, Sergio Angeli, Armin Bernhard, Sara Nicli, Perspektiven der Sozialen Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen in Italien, Bozen/Bolzano University Press 2020.

Matthias Horx, Die Zukunft nach Corona: Wie eine Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert. Econ 2020.
Krisen verändern die Welt. Unsere Vorfahren haben sich stets auf neue Umwelten, andere Bedingungen eingestellt. Deshalb hat unsere Spezies den Planeten erobert. Jetzt erfahren wir selbst eine Krise, die alles erschüttert und mitten in unser Leben eingreift. Das Virus verändert unseren Alltag, unsere Kommunikationsformen, die Art, wie wir arbeiten, fühlen und denken. Geht es nach ein paar Monaten so weiter bis bisher? Oder erleben wir einen Kulturwandel, in dem alles seine Richtung ändert und eine völlig neue Zukunft entsteht?
Es lesen sich auch sehr gut seine Beiträge in der „Future-Mind“ Kolumne.

Graeme Maxton, Change: Warum wir eine radikale Wende brauchen. Komplett-Media 2018.
Wenn die Menschheit weiterhin gedeihen soll, muss unser zerstörerisches Wirtschaftssystem vollständig aufgelöst und neu aufgebaut werden. Wir müssen radikal neu definieren, was wir unter Freiheit, Wettbewerb und Fortschritt verstehen. Wir müssen die Rolle der Regierung überdenken. Wir müssen noch einmal von vorn anfangen und fast alles, was wir als normal empfinden, vergessen. Wir stehen im entscheidenden Kampf des 21 Jahrhunderts und kein Hollywood Held wird uns retten. Egal was es kostet, es gibt keine andere Option, als Change!
Die englische Version in pdf kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.

Wolfgang Sachs, Panet Dialectics, Explorations in Environment and Development, Zed Books 2015.
All effects of human action will inevitably be played out within our planet’s limits; any hope of infinity is an illusion. And yet, as Wolfgang Sachs warned twenty years ago in the first edition of this collection of essays, environmental concerns have been assimilated into the rhetoric, dynamics and power structures of development. Planet Dialectics reveals that the Western development model is fundamentally at odds with both the quest for justice among the world’s people and the aspiration to reconcile humanity and nature.

Das Vorwort von Wolfgang Sachs zu dem Buch von Charles Eisenstein unter diesem Link.

Andere Autoren

Charles Eisenstein, Klima: Eine neue Perspektive, Europa Verlag 2019.
Das Versprechen einer neuen Perspektive ist nicht übertrieben. Das Buch liest sich hervorragend und gibt dem Klimadiskurs einen erweiterten Rahmen, der die reduktionistische Fixierung auf die Reduktion von Treibhausgasemissionen aufbricht zugunsten eines holistischen Ansatzes. Näheres im Vorwort von Wolfgang Sachs (siehe oben).

Amitav Gosh, Die große Verblendung: Der Klimawandel als das Undenkbare, Blessing 2017.
Lesen oder nochmals lesen. Es bleibt ein wichtiges Buch über den Mangel an Imagination und kultureller Verarbeitungskraft der Klimakrise.

Colloqui di Dobbiaco 2020 | Intervista con Graeme Maxton

graememaxtonUscire dall’emergenza climatica globale

Graeme Maxton è un economista britannico. Dal 2014 al 2018 era segretario generale del Club di Roma. Ha pubblicato diversi libri, di cui “The End of Progress” del 2011 è arrivato nella versione tedesca sulla bestseller list del settimanale Der Spiegel. Nel 2016 ha pubblicato insieme a Jørgen Randers il Rapporto al Club di Roma “Reinventing Prosperity”.

Intervista con Graeme Maxton di Karl-Ludwig Schibel

Toblacher Gespräche 2020 | Programm

Never waste a good crisis:
Was wir von der Pandemie für die Klimakrise lernen

26. – 27.  September 2020

Konzeption: Wolfgang Sachs e Karl-Ludwig Schibel

 

Einleitung

Die Corona Pandemie traf die Weltgemeinschaft unvermittelt und unvorbereitet. Die Reaktion der europäischen Nationalstaaten, allen voran Italien, gefolgt von Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, England und den anderen Ländern, war drastisch. Wirtschaft, Verkehr, das soziale und kulturelle Leben kamen praktisch zum Stillstand unter weitreichender Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten. Niemand leugnete die hohen materiellen und psychischen Kosten dieses Lockdowns, aber gleichwohl herrschte im ökologischen Lager auch verbreitet klammheimliche Freude; zeigte doch die Reaktion auf die Seuche, was möglich ist, wenn eine Gefahr für die ganze Menschheit ernst genommen wird. Die Luft und Lärmverschmutzung verminderte sich spürbar, in das klare Wasser der Kanäle von Venedig kehrten die Fische zurück und der Anstieg der Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre verlangsamte sich.

Was bedeutet die Pandemie, auf deren Abklingen sich die Hoffnung aller richtet, für die epochale Krise des Klimachaos, die auch die kommenden Jahrzehnte bestimmen wird? Haben sich in den vergangenen Monate Möglichkeitsräume aufgetan und wie gälte es diese Potentiale aktiv zu nutzen? Von den Vortragenden der Toblacher Gespräche 2020, die in der letzten Zeit wegweisende Beiträge zum Verständnis der Ereignisse in die Debatte eingebracht haben, werden wir den Stand ihrer Überlegungen hören und mit ihnen über die Zukunft sprechen, die wir wollen, vor alle aber was tun, um dieser Zukunft eine Chance zu geben.

 

Programm

Samstag Nachmittag

Green New Deal und ökologische Konversion
Stephan Kohler

Ein gutes Leben ist einfach. Effizienz und Suffizienz in der Post-Covid Ära
Lorenzo Pagliano

Climate Emergency. Szenarien möglicher Fluchtwege
Graeme Maxton
Discussants: Isabella Alloisio, Zeno Oberkofler

 

Samstag Abend

A qualcuno piace caldo – Conferenza spettacolo sul clima che cambia
Mit Stefano Caserini, Erminio Cella, Francesca Cella

 

Sonntag Vormittag

Wie eine Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert
Matthias Horx

Dringender den je: eine nachhaltige Zukunft jetzt
Enrico Giovannini

Nach der Krise ist vor der Krise. Was haben wir für den Klimanotstand gelernt?
Runder Tisch mit Stefano Caserini, Fridays for Future und Vortragenden

 

Colloqui di Dobbiaco 2020 | Programma

Never waste a good crisis:
Cosa imparare dalla pandemia per affrontare la crisi climatica?

26 – 27 settembre 2020

Ideazione: Wolfgang Sachs e Karl-Ludwig Schibel

 

Introduzione

La pandemia da Covid-19 ha colpito in modo improvviso cogliendo la comunità globale imprepara. La reazione degli stati nazionali europei, in primis l’Italia, seguita da Germania, Austria, Spagna, Francia, Inghilterra e gli altri Paesi, è stata drastica. Economia, trasporti, vita sociale e culturale si sono praticamente arrestati con restrizioni di vasta portata delle libertà civili. Nessuno ha negato gli alti costi materiali e psicologici di questo isolamento, ma ciononostante c’è stata una gioia diffusa nel campo ecologico; la reazione all’epidemia ha mostrato cosa è possibile quando un pericolo per tutta l’umanità viene preso sul serio. L’inquinamento atmosferico e acustico è diminuito notevolmente, i pesci sono tornati nelle acque limpide dei canali di Venezia e l’aumento della concentrazione di gas serra nell’atmosfera terrestre è rallentato.

Cosa significa la pandemia, che tutti sperano si plachi prima possibile, per l’epocale crisi del caos climatico che continuerà a dominare i prossimi decenni? Si sono aperti spazi di opportunità negli ultimi mesi e come sarebbe opportuno utilizzare attivamente queste potenzialità? Ascolteremo dai relatori dei Colloqui di Dobbiaco 2020, che hanno recentemente fornito contributi innovativi al dibattito su come comprendere gli eventi, lo stato delle loro riflessioni e discuteremo con loro del futuro che vogliamo, ma soprattutto di cosa si dovrebbe fare per dare una possibilità a questo futuro.

 

Programma

Sabato pomeriggio

Green New Deal e conversione ecologica
Stephan Kohler

Una buona vita è semplice. Efficienza e sufficienza nell’era post-Covid
Lorenzo Pagliano

Climate Emergency. Scenari di possibili vie di fuga
Graeme Maxton
Discussant: Isabella Alloisio, Zeno Oberkofler

 

Sabato sera

A qualcuno piace caldo. Conferenza-spettacolo sul clima che cambia
Con Stefano Caserini, Erminio Cella, Francesca Cella

 

Domenica mattina

La crisi che cambia la società, il nostro pensiero e il nostro agire
Matthias Horx

Più urgente che mai: un futuro sostenibile adesso
Enrico Giovannini

Prima e dopo la crisi. Cosa abbiamo imparato per l’emergenza climatica?
Tavola rotonda con Stefano Caserini, Fridays for Future e relatori

 

Lektüre Gespräche | Letture Colloqui 2019

Italiano

Richard Powers, Il sussurro del mondo, La nave di Teseo, 2019
The Overstory, il libro per il quale Richard Powers ha preso il Pulitzer Price di quest’anno adesso è uscito in italiano. Una lettura quasi obbligatoria per chi verrà ai Colloqui di Dobbiaco 2019. Dalla motivazione del Premio Pulitzer per la Narrativa: “Un romanzo dalla costruzione geniale, rigoglioso e ramificato come gli alberi di cui racconta: la meraviglia della loro interazione evoca quella degli uomini che vi vivono accanto.” Un gioiello!

 

I nostri relatori

Daniele Zovi, Alberi sapienti antiche foreste. Come guardare, ascoltare e avere cura del bosco, UTET 2018
La nostra visione del mondo è strenuamente antropocentrica e l’idea che abbiamo dell’intelligenza è cerebrocentrica, ovvero, per semplificare, se non c’è cervello, e indubbiamente le piante ne sono prive, non c’è nemmeno capacità di intendere e di volere. Ma sarà vero?
Se si sta dentro un bosco in posizione di ascolto, prima o poi si avverte, si intuisce la presenza di un flusso di energia che circola tra i rami, le foglie, le radici. Talvolta è un sussurro, altre volte strepiti e grida. E come se le piante parlassero tra loro.
Come introduzione al pensiero di Andreas Weber consigliamo un’intervista del 2014, pubblicato da Salto.bz, Pensare radicale e amare il mondo.

 

Paola Cosolo Marangon, Fai della natura la tua maestra, La relazione bambino-natura per crescere fuori e crescere dentro, Erickson 2017
Questo libro stimola gli adulti a far fare esperienze di Natura ai più piccoli, a imparare a guardarsi attorno, a entrare in relazione con un mondo meraviglioso che ha bisogno di essere amato e rispettato. Ma è anche un libro che vuol attivare la riflessione personale per un percorso individuale dove la Natura è metafora della vita stessa: Natura come Madre della quale non possiamo fare a meno.
La versione pdf è disponibile in download

 

Ulrike Tappeiner
Vedi le pubblicazioni in lingua inglese

 

Altri testi

Stefano Mancuso, Plant Revolution, Le Piante hanno già inventato il nostro futuro, Giunti, 2017
Le piante sono organismi costruiti su un modello totalmente diverso dal nostro. Vere e proprie rete viventi, capaci di sopravvivere a eventi catastrofici senza perdere di funzionalità, le piante sono organismi molto più resistenti e moderni degli animali. Organismi sociali sofisticati e evoluti che offrono la soluzione a molti problemi tecnologici, le piante fanno parte a pieno titolo della comunità dei viventi. Se vogliamo migliorare la nostra vita non possiamo fare a meno di ispirarci al mondo vegetale.

 

Deutsch

Richard Powers, Die Wurzeln des Lebens, S. Fischer, 2018
Richard Powers hat für The Overstory, so der Originaltitel, dieses Jahr verdient den Pulitzer Preis erhalten. Ein großer, epischer Roman, eine Pflichtlektüre für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Toblacher Gesprächen 2019. Es brauchte eine Weile, bis ich Zugang zu der Erzählung gefunden habe, aber dann habe ich sie mit großem Genuss verfolgt.

 

Veröffentlichungen unserer Vortragenden

Andreas Weber, Alles fühlt: Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften, Berliner Taschenbuch Verlag, 2014
In den Biowissenschaften wird zunehmend erkannt, was Leitgedanke der Philosophie der Biologie seit Hans Jonas ist: Freiheit, Innerlichkeit und Subjektivität sind elementare Eigenschaften des Lebens selbst, schon angelegt im Übergang vom Anorganischen zum Organischen. Als solche sind sie nicht nur dem Menschen, sondern auch Tieren, Pflanzen und Materie an sich zu eigen: Alles fühlt. Was das für unser Naturverständnis heißen kann, werden wir mit Andreas Weber diskutieren.

 

Ulrike Tappeiner
Sie englische Veröffentlichungen

 

Andere Veröffentlichungen

Stefano Mancuso, Die Intelligenz der Pflanzen, Kunstmann 2015
Pflanzen verfügen trotz ihrer (scheinbaren) Unbeweglichkeit über stupende Fähigkeiten, ja über Intelligenz. Ohne Organe können sie so über eine Form von Schwarmintelligenz Strategien entwickeln, die ihr Überleben sichern.

 

Peter Wohlleben, Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt, Ludwig Verlag (Random House) München, 2015
Der Förster Peter Wohlleben erzählt faszinierende Geschichten über die ungeahnten und höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Dazu zieht er wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso heran wie seine eigenen Erfahrungen mit dem Wald.
Monate- und jahrelang auf der Bestsellerliste hat das Buch ungezählte Fans und beispiellos viele Kritiker. Die Petition „Auch im Wald: Fakten statt Märchen – Wissenschaft statt Wohlleben“ wurde von mehr als 4000 Personen unterschrieben. Welch wunderbares Beispiel für eine lebendige Diskurskultur!

 

English

Ulrike Tappeiner with Uto Schirpke and Erich Tasser, A transnational perspective of global and regional ecosystem service flows from and to mountain regions, Scientific Reports, 2019
The spatial relationships of ecosystem services are complex and poorly understood due to spatial mismatches between areas of provision and the areas that benefit. In this study, Ulrike Tappeiner and her colleagues assess the spatial flows of six key ecosystem services from and to mountain regions at the regional and global level. Spatial flows of ecosystem services range from local to global interactions and extend far beyond the regional level for most of the ecosystem services assessed.
This overreaching perspective and the ecosystem service approach (i.e. monetarization of ecosystem services) are a precious integration to the social ecological perspective of our Toblach Talks.

 

Toblacher Gespräche 2019 | Colloqui di Dobbiaco 2019

colloqui201927.09. – 29.09.2019

Was wissen die Bäume? Zur Herrlichkeit und Drangsal der Wälder | Cosa sanno gli alberi? Incanto e tormento delle foreste

 

Thematische Orientierung:

Es an der Zeit für die Toblacher Gespräche – nach Tagungen über Umweltbildung, Tourismus, Digitalisierung und die Energiewende – dem Naturschutz im engeren Sinne ein Thema zu widmen: der biologischen Vielfalt. Toblach ist von Wald umgeben, aber noch hat es keine Tagung gegeben, die sich explizit mit dem Wald in den Alpen auseinandersetzt hätte. Die Toblacher Gespräche der letzten drei Jahrzehnte haben sich vor allem auf das Solarzeitalter konzentriert, während die zweite Utopie der Umweltbewegung – das Zeitalter der Lebensvielfalt – eher eine stiefmütterliche Rolle spielte. Auch die alpinen Wälder werden vom Klimawandel bedroht. Stürme fällen ganze Berghänge, Erosion führt zu leeren Bächen, Dürren ziehen Schädlinge nach sich. Wie können sich die Wäldern an die Zunahme extremer Wetterereignisse anpassen? Daneben sind die Walder nicht nur Klimaopfer, sondern auch Klimaschützer. Artenreiche Wäldern können CO2 speichern, Bäume samt Humus und Vegetation binden Kohlenstoff.
In den letzten Jahren zeichnet sich eine neue Wertschätzung der Pflanzenwelt durch ein breites Publikum ab. Seit dem überraschenden Beststeller von Peter Wohlleben („Das geheime Leben der Bäume“) ist eine erkleckliche Reihe von Büchern erschienen, die sich mit den Sinnesorganen von Pflanzen und Bäumen beschäftigen. Wie die Bäume miteinander kommunizieren, wie sie fühlen und empfinden, was sie für ein Gedächtnis haben, wie ihr Sozialleben organisiert ist, wie sie intelligent und erfindungsreich sind, davon handeln diese Bücher. Pointiert formuliert: Haben Bäumen Bewusstsein? Das verweist auf ein anderes Naturverständnis, von der Umwelt zur Mitwelt und stellt die Frage nach der Stellung des Menschen in der Vielfalt des Lebens.

Schließlich kennt jedefrau und jedermann den Wald von Spaziergängen und Wanderungen, von der Jagd und dem Holz als Rohstoff. Am Freitag- oder Samstagnachmittag lassen sich Praxisübungen der Erkundung verschiedener Waldgebiete veranstalten. Durch Sehen und Tasten, durch Gerüche und Töne lässt sich der Wald in Erfahrung bringen, auch mit Hilfe von Kamera, Mikroskop und Google.

 

Orientamento tematico:

È tempo che i Colloqui di Dobbiaco – dopo le conferenze su educazione ambientale, turismo, digitalizzazione e transizione energetica – dedichino un’edizione al tema della protezione della natura in senso stretto: la biodiversità. Dobbiaco è circondata da foreste, ma non c’è ancora stata una conferenza che abbia affrontato esplicitamente la foresta nelle Alpi. I Colloqui di Dobbiaco degli ultimi tre decenni si sono concentrati principalmente sull’era solare, mentre la seconda utopia del movimento ambientalista – l’era della biodiversità – ha svolto un ruolo piuttosto marginale. Anche le foreste alpine sono minacciate dai cambiamenti climatici. Le tempeste abbattano intere pendici montuose, l’erosione asciuga i corsi d’acqua, la siccità attira i parassiti. In che modo le foreste possono adattarsi all’aumento degli eventi meteorologici estremi? Inoltre, le foreste non sono solo vittime, ma anche protettrici del clima. Foreste diversificate possono immagazzinare CO2, gli alberi insieme all’humus e alla vegetazione immagazzinano il carbonio.
Negli ultimi anni si sta profilando un nuovo apprezzamento del mondo vegetale da parte di un vasto pubblico. Dai sorprendenti bestseller di Stefano Mancuso (“Plant Revolution”) e Peter Wohlleben (“La vita segreta degli alberi”) è apparso un numero considerevole di libri che trattano gli organi sensoriali di piante e alberi. Come comunicano gli alberi tra di loro, come sentono, che memoria hanno, come è organizzata la loro vita sociale, quanto sono intelligenti e creativi, sono tra le domande che questi libri si pongono. Per venire al nocciolo: Gli alberi hanno coscienza? La domanda indica una diversa comprensione della natura e pone la questione sulla posizione dell’uomo nella diversità della vita.
Dopotutto, conosciamo la foresta da passeggiate ed escursioni, come luogo di caccia e come fonte di materia prima.

Il venerdì o il sabato pomeriggio dei Colloqui potranno essere organizzati dimostrazioni ed esercizi pratici svolti nella foresta. Attraverso la visione e il tatto, odori e suoni, la foresta può essere vissuta anche con l’aiuto di una macchina fotografica, un microscopio e Google.

Metalle auf der Bühne der Menschheit

Am 7. November 2018, wird um 17.30 im Naturmuseum Bozen, Bindergasse 1
das Buch

Metalle auf der Bühne der Menschheit
Von Ötzis Kupferbeil zum Smartphone im All Metals Age

vorgestellt.

Mit dem Herausgeber Martin Held (Ökonom, Gesprächskreis Die Transformateure, Metallbewusstsein), Günter Schorn (Interdisziplinäres Arbeiten-BUND Naturschutz in Bayern), Benno Baumgarten (Kurator Erdwissenschaften, Forschungsprojekt Kupferbergbau, Naturmuseum Südtirol), Heinrich Hauser (Schmied, Kunstschmied, staatl. anerkannter Metallrestaurator und Hersteller von Museumsrepliken), Argante Brancalion (Salute&Ambiente, Schwerpunkt Abfallmanagement und Recycling von Metallen), Moderation: Johanna Platzgummer (Naturmuseum Südtirol, Vermittlung).

Download das Programm

Thesen zu den Toblacher Gesprächen 2018 | Tesi dei Colloqui di Dobbiaco 2018

Die Toblacher Gespräche nehmen dieses Jahr die Tradition der Thesen wieder auf, mit denen die zentralen Ideen der Vorträge und Debatten verdichtet dargestellt werden. Die Diskussion hat in den letzten Wochen auch nach dem Ende der Gespräche unter einem großen Teil der Vortragenden und der Organisatoren fort gedauert. Wie schätzen wir die Rolle der Politik ein? Oder wie die von China in der globalen Energiewende? Die folgenden Thesen der Toblacher Gespräche 2018 sind der Versuch der Deutung eines Prozesses, dessen Ausgang für unser Zeitalter entscheidend sein wird.

Thesen zu den Toblacher Gesprächen 2018 – Download

 

Con l’edizione 2018 i Colloqui di Dobbiaco riprendono la tradizione delle tesi che riassumono le principali idee delle presentazioni e del dibattito. Un dibattito che non si è concluso con la fine dell’appuntamento, ma è continuato nelle ultime settimane tra gran parte dei relatori e organizzatori dell’evento. Come vediamo il ruolo della politica? Qual è il ruolo della Cina nella trasformazione energetica globale? Le tesi dei Colloqui di Dobbiaco 2018 che seguono sono un tentativo di lettura e inquadratura di un processo decisivo della nostra epoca.

Tesi dei Colloqui di Dobbiaco 2018 – Download

 

Felix Ekardt, la Energiewende ai Colloqui di Dobbiaco

Ecoscienza, la rivista dell’ARPA Emilia Romagna apre il suo numero 3/2018 con due autori, Felix Ekardt e Gianni Silvestrini, che forniranno anche le prime due riflessioni ai Colloqui di Dobbiaco, “Che Fine ha fatto l’Era Solare? Gli ostacoli e le prospettive della transizione energetica.” I Colloqui si svolgeranno dal 28 al 30 settembre, le iscrizioni sono aperte. L’argomento di Ekardt su Ecoscienza: La Transizione in Germania tra luci e ombre.

Felix Ekardt, giurista, sociologo e filosofo, professore all’Università di Rostock e direttore dell’Unità di ricerca Sostenibilità e politica climatica di Lipsia, è tra i giovani intellettuali tedeschi uno dei più creativi e innovativi.

Leggi l’articolo