Letture | Lektüre Gespräche 2020

Italiano

I nostri relatori

Mario Agostinelli, Coronavirus ed Emergenza climatica, Castelvecchi 2020.

Isabella Alloisio, Climate Change mitigation, a cura di Walter LEAL FILHO ed altri, Climate action: encyclopedia of the UN sustainable development goals, Cham: Springer, 2019.

Stefano Caserini, Il clima è (già) cambiato. Nove buone notizie sul cambiamento climatico, Edizioni Ambiente 2019.
“Il clima è (già) cambiato” fa il punto sui progressi e le battute d’arresto che si sono alternati negli ultimi tre anni nella complicatissima e maledettamente grave faccenda del riscaldamento globale. Perché se è vero che il tempo è sempre più scarso è anche vero che, come scrive Stefano Caserini, “la storia di come gli esseri umani del XXI secolo hanno cambiato il clima del pianeta è in buona parte ancora da scrivere. Le scelte che faremo nei prossimi decenni contano assai”.

Susanne Elsen, Eco-Social Transformation and Community-Based Economy, Routledge 2019.
Eco-Social Transformation and Community-Based Economy provides a transdisciplinary conception of community based socially productive approaches to eco-social transformation and sustainability. It demonstrates through a variety of case studies the creative power of local embeddedness, diversity and cooperation. (In inglese)

Susanne Elsen, Sergio Angeli, Armin Bernhard, Sara Nicli, Prospettive dell’Agricoltura Sociale con particolare riferimento agli sviluppi in Italia, Bozen/Bolzano University Press 2020.

Enrico Giovannini, L’utopia sostenibile, Editori Laterza 2018.
Per costruire un futuro migliore ci serve un’utopia. Un’utopia sostenibile. È la via maestra che Enrico Giovannini indica per il raggiungimento entro il 2030 degli obiettivi di sviluppo sostenibile. Continuare a pensare e ad agire come nel passato vuol dire far precipitare il nostro mondo in una profonda crisi ambientale, economica, sociale. È richiesto l’impegno di tutti e un profondo cambiamento del modo in cui leggiamo e affrontiamo i problemi che ci circondano.

Matthias Horx, Si può essere ottimisti?
Come la crisi del Corona può cambiare in nostro comportamento verso il futuro e il mondo.

Graeme Maxton, Jorgen Randers, Reinventare la prosperità: Come usare la crescita economica per ridurre disoccupazione, disuguaglianze e fermare i cambiamenti climatici, Edizioni Ambiente 2020.
Il sistema politico ed economico globale, nonostante 30 anni di crescita sostenuta, ha di fronte una duplice sfida. Da un lato, il rischio di un collasso sociale innescato dalle disuguaglianze e da livelli di disoccupazione crescenti, dall’altro, la catastrofe ecologica causata dai cambiamenti climatici e dalla distruzione della biodiversità. In Reinventare la prosperità Graeme Maxton e Jorgen Randers avanzano tredici proposte che sfidano le idee economiche prevalenti e dimostrano come ridurre disuguaglianze e disoccupazione, riportando lo sviluppo entro i limiti dei confini ecologici del nostro pianeta.

Intervista di Karl-Ludwig Schibel con Graeme Maxton versione pdf

Lorenzo Pagliano, qui il suo blog.

Altri autori

Amitav Gosh, La grande cecità: Il cambiamento climatico è impensabile, Neri Pozza editore 2017
Rimane un’opera importante sul fallimento immaginativo e culturale che sta al cuore della crisi climatica. Merita di essere letto e riletto.

Charles Eisenstein, Climate, A New Story, North Atlantic Books 2018
Il libro di Charles Eisenstein è forse la pubblicazione recente più importante sul tema. Inoltre si legge molto bene. Uno stile personale, a volte ironico trattando un tema molto serio: lui sposta l’attenzione da una visione riduzionista di solo guardare la mitigazione delle emissioni di CO2 e una mentalità meccanicistica quantitativa a un approccio olistico radicato in una visione gaia. (In inglese)


Deutsch

Unsere Vortragenden

Isabella Alloisio, Climate Change mitigation, a cura di Walter LEAL FILHO ed altri, Climate action: encyclopedia of the UN sustainable development goals, Cham: Springer, 2019.
In Fragen unseres Lebensstils und der Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft ist ein „Weiter so“ nicht möglich: Wir wissen längst, dass wir unter der trügerischen Vorstellung grenzenlosen Wachstums auf einem begrenzten Planeten viel zu lange über unsere Verhältnisse gelebt haben. Doch welche konkreten Möglichkeiten haben wir, unsere Zukunft aktiv zu gestalten?

Susanne Elsen, Die Kunst des Wandels: Ansätze für die ökosoziale Transformation. Oekom 2015.

Susanne Elsen, Sergio Angeli, Armin Bernhard, Sara Nicli, Perspektiven der Sozialen Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen in Italien, Bozen/Bolzano University Press 2020.

Matthias Horx, Die Zukunft nach Corona: Wie eine Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert. Econ 2020.
Krisen verändern die Welt. Unsere Vorfahren haben sich stets auf neue Umwelten, andere Bedingungen eingestellt. Deshalb hat unsere Spezies den Planeten erobert. Jetzt erfahren wir selbst eine Krise, die alles erschüttert und mitten in unser Leben eingreift. Das Virus verändert unseren Alltag, unsere Kommunikationsformen, die Art, wie wir arbeiten, fühlen und denken. Geht es nach ein paar Monaten so weiter bis bisher? Oder erleben wir einen Kulturwandel, in dem alles seine Richtung ändert und eine völlig neue Zukunft entsteht?
Es lesen sich auch sehr gut seine Beiträge in der „Future-Mind“ Kolumne.

Graeme Maxton, Change: Warum wir eine radikale Wende brauchen. Komplett-Media 2018.
Wenn die Menschheit weiterhin gedeihen soll, muss unser zerstörerisches Wirtschaftssystem vollständig aufgelöst und neu aufgebaut werden. Wir müssen radikal neu definieren, was wir unter Freiheit, Wettbewerb und Fortschritt verstehen. Wir müssen die Rolle der Regierung überdenken. Wir müssen noch einmal von vorn anfangen und fast alles, was wir als normal empfinden, vergessen. Wir stehen im entscheidenden Kampf des 21 Jahrhunderts und kein Hollywood Held wird uns retten. Egal was es kostet, es gibt keine andere Option, als Change!
Die englische Version in pdf kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.

Wolfgang Sachs, Panet Dialectics, Explorations in Environment and Development, Zed Books 2015.
All effects of human action will inevitably be played out within our planet’s limits; any hope of infinity is an illusion. And yet, as Wolfgang Sachs warned twenty years ago in the first edition of this collection of essays, environmental concerns have been assimilated into the rhetoric, dynamics and power structures of development. Planet Dialectics reveals that the Western development model is fundamentally at odds with both the quest for justice among the world’s people and the aspiration to reconcile humanity and nature.

Das Vorwort von Wolfgang Sachs zu dem Buch von Charles Eisenstein unter diesem Link.

Andere Autoren

Charles Eisenstein, Klima: Eine neue Perspektive, Europa Verlag 2019.
Das Versprechen einer neuen Perspektive ist nicht übertrieben. Das Buch liest sich hervorragend und gibt dem Klimadiskurs einen erweiterten Rahmen, der die reduktionistische Fixierung auf die Reduktion von Treibhausgasemissionen aufbricht zugunsten eines holistischen Ansatzes. Näheres im Vorwort von Wolfgang Sachs (siehe oben).

Amitav Gosh, Die große Verblendung: Der Klimawandel als das Undenkbare, Blessing 2017.
Lesen oder nochmals lesen. Es bleibt ein wichtiges Buch über den Mangel an Imagination und kultureller Verarbeitungskraft der Klimakrise.

Toblacher Gespräche 2020 | Programm

Never waste a good crisis:
Was wir von der Pandemie für die Klimakrise lernen

26. – 27.  September 2020

Konzeption: Wolfgang Sachs e Karl-Ludwig Schibel

 

Einleitung

Die Corona Pandemie traf die Weltgemeinschaft unvermittelt und unvorbereitet. Die Reaktion der europäischen Nationalstaaten, allen voran Italien, gefolgt von Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, England und den anderen Ländern, war drastisch. Wirtschaft, Verkehr, das soziale und kulturelle Leben kamen praktisch zum Stillstand unter weitreichender Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten. Niemand leugnete die hohen materiellen und psychischen Kosten dieses Lockdowns, aber gleichwohl herrschte im ökologischen Lager auch verbreitet klammheimliche Freude; zeigte doch die Reaktion auf die Seuche, was möglich ist, wenn eine Gefahr für die ganze Menschheit ernst genommen wird. Die Luft und Lärmverschmutzung verminderte sich spürbar, in das klare Wasser der Kanäle von Venedig kehrten die Fische zurück und der Anstieg der Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre verlangsamte sich.

Was bedeutet die Pandemie, auf deren Abklingen sich die Hoffnung aller richtet, für die epochale Krise des Klimachaos, die auch die kommenden Jahrzehnte bestimmen wird? Haben sich in den vergangenen Monate Möglichkeitsräume aufgetan und wie gälte es diese Potentiale aktiv zu nutzen? Von den Vortragenden der Toblacher Gespräche 2020, die in der letzten Zeit wegweisende Beiträge zum Verständnis der Ereignisse in die Debatte eingebracht haben, werden wir den Stand ihrer Überlegungen hören und mit ihnen über die Zukunft sprechen, die wir wollen, vor alle aber was tun, um dieser Zukunft eine Chance zu geben.

 

Programm

Samstag Nachmittag

Green New Deal und ökologische Konversion
Stephan Kohler

Ein gutes Leben ist einfach. Effizienz und Suffizienz in der Post-Covid Ära
Lorenzo Pagliano

Climate Emergency. Szenarien möglicher Fluchtwege
Graeme Maxton
Discussants: Isabella Alloisio, Zeno Oberkofler

 

Samstag Abend

A qualcuno piace caldo – Conferenza spettacolo sul clima che cambia
Mit Stefano Caserini, Erminio Cella, Francesca Cella

 

Sonntag Vormittag

Wie eine Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert
Matthias Horx

Dringender den je: eine nachhaltige Zukunft jetzt
Enrico Giovannini

Nach der Krise ist vor der Krise. Was haben wir für den Klimanotstand gelernt?
Runder Tisch mit Stefano Caserini, Fridays for Future und Vortragenden